Das Restless Genital Syndrom

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    AnnaM.

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    Meine Geschichte

    Beitrag  AnnaM. am So Mai 13, 2012 5:26 pm

    Hallo,
    ich bin gerade auf dieses Forum gestoßen, nachdem ich einen Link über RLS laß.
    Das erste mal bin ich beruhigt, weil ich anscheinend nicht allein bin.

    Ich konnte mein "komisches" Gefühl nie erklären.
    Alles fing mit Citalopram an, das ist ein Antidepressiva, welches ich wegen eines Waschzwanges einnahm.
    Während der Einnahme spürte ich eine verringerte Libido. Ich konnte keinen Orgasmus mehr verspüren usw.
    Ich setzte die Tabletten, ohne Rücksprache, ab.
    Seit dem leide ich alle 2 Wochen unter diesem ständigen Druck in der Vagina. Ich kann es auch gar nicht beschreiben.
    Auf der einen Seite fühlt es sich an, als müsse ich mich Selbstbefriedigen auf der anderen Seite fühlt es sich an wie eine Spannung oder ähnliches. Einfach unangenehm.
    Ich weiß nicht weiter. Mein zweites Problem ist, mein Waschzwang, welcher sich durch diese Krankheit noch verstärkte. Ich fühle mich durch dieses ständige Erregtheitsgefühl "dreckig" und könnte mich alle 2 Stunden duschen.

    Ich bin jetzt "glücklich" schwanger. Alles ist wunderbar außer dieses unangenehme Gefühl im Genitalbereich. Ich habe Angst, dass ich diese Krankheit auf mein Kind übertrage, da ich auf einigen Internsetseiten laß, dass dies der Fall sein kann.
    Ich bitte um Rat, Tips etc.

    MFG Anna


    JS
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    Re: Meine Geschichte

    Beitrag  JS am Sa Mai 26, 2012 8:08 pm

    Hallo,

    ich bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt.
    Ich leide schon seit über 3 Jahren unter RGS und es hat ein Jahr gedauert (bis ich es nicht mehr ausgehalten habe), bis ich meinem Frauenarzt davon erzählt habe.

    Er meinte dann, ich hätte zu viele männliche Hormone und hat mir Androcur Tabletten und Bella Hexal verschrieben (er hat nicht einmal im Blut nachgeschaut, ob ich zu viele männliche Hormone habe...). Das ganze habe ich jetzt 2 Jahre lang eingenommen, jedoch hat sich nichts verbessert, im Gegenteil. Ich habe dann den Frauenarzt gewechselt und meine jetzige Ärztin hat sich geweigert, mir die Medikamente zu verschreiben. Nach einem Blutbild kam dann heraus, dass die männlichen Hormone nicht erhöht sind...

    Ich weiß nicht weiter. Dieses ständige Zucken und Pulsieren ist unerträglich, dazu der Harndrang. Ich habe schon eine Betäubungscreme ausprobiert, aber die betäubt nur die Haut und nicht den Nerv.

    Ich kann mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und weiß nicht, wie ich nach dem Studium überhaupt arbeiten soll. Manchmal habe ich Angst, dass ich mir aus einer Kurzschlussreaktion etwas antue, einfach um das Ganze zu stoppen.

    Ich habe übrigens auch Beschwerden im unteren Rückenbereich und Lumboischialgie. Also meint ihr, ein Neurologe wäre der richtige Arzt?

    @ADMIN: Du hast geschrieben, dass Du Deinem Arzt eine Beschreibung über RGS gezeigt hast, hast Du die aus dem Internet?

    Viele Grüße,
    JS
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    RGS Syndrom

    Beitrag  Admin am Mo Mai 28, 2012 3:56 pm

    Hallo JS.

    Erstmal ist es arg das du 2 Jahre falsch behandelt wurdest.Aber wir wollen nach vorne schauen und einen Weg finden das es Dir besser geht.Das steht jezt im Vordergrund.

    Ich kann Dich sehr sehr gut verstehen.Ich habe auch manchmal diese Ängste mir im Kurzschluss etwas anzutun weil ich es irgentwann nicht mehr aushalten werde.Oder aber ich habe Angst das die Erregung so schlimm wird,das ich ausflippe und in die Psychiatrie muss oder aber mir was antue.

    Also diese Gefühle kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Die Behandlung des RGS ist leider sehr schwierig.Die betäubenden Cremes helfen so gut wie gar nicht,ich weiss.Ich nehme im Moment 20mg Cipralex , ein Antidepressivum,und ich muss sagen RGS ist um 60 bis 70 Prozent besser! Ich hab zwar immer noch Tage in denen es schlimmer ist,aber ich habe ein annähernd normales Leben.Zumindest bin ich auf dem Weg dazu,weil ich endlich weiss was ich habe.

    Nun rede auf jeden Fall mit einem Neurologen,er soll dich neurologisch untersuchen und andere Ursachen ausschließen.Dann würde ich es mit Cipralex versuchen.Das ist leider das einzige was mir bis jezt deutlich geholfen hat.

    Du musst ca 3 Wochen auf eine Besserung warten,und ich hoffe es wirkt bei dir auch so gut wie bei mir.

    Wir können nur hoffen,das vielleicht bald eine konkretere Lösung für unser Leiden gefunden wird.Die Wissenschaft ist dran,und je mehr Frauen zum Arzt gehen desto eher wird es erforscht.

    Hast du auch unruhige Beine? Blasenprobleme? Wie siehts aus mit sexuellem Missbrauch in der Kindheit? (du musst nicht darauf antworten).

    Also typisch ist bei mir das es vor der Periode und nach der PEriode am schlimmsten ist.Auch wenn ich mich aufrege,Stress habe oder Angst,verschlimmert es sich.Manchmal kann man nicht anders und muss den Druck durch Selbstbefriedigung entlasten,meist wird das Gefühl aber danach noch schlimmer-leider!

    Wie lange hast du das schon,ich mein jezt immer am Stück oder auch mit unterbrechung??


    Ich gebe dir 2 gute Links,lies sie durch:


    www.psas.nl
    www.restlessgenitalsyndrome.com

    Halt durch,viel Kraft und wir schaffen das und wir finden einen Weg,versprochen!

    Alles Liebe,Admin
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    Re: Meine Geschichte

    Beitrag  Admin am Mo Mai 28, 2012 3:59 pm

    Ja habe die Infos für den Arzt von den Links oben übersetzt und Ihm gezeigt.Er hat mir sofort geglaubt.

    Wie alt bist du wenn ich fragen darf,und gab es einen Auslöser damals als das anfing??

    Erzähl mal etwas genauer , bin gespannt.

    Alles
    Liebe

    Wie siehts aus mit chronischem Stress in der Vergangenheit?

    JS
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    Re: Meine Geschichte

    Beitrag  JS am Do Mai 31, 2012 8:10 pm

    Hallo Admin,

    vielen Dank für Deine Antwort, den Zuspruch und die Links.

    Ich bin Mitte 20 und das RGS fing vor ca. 3,5 Jahren langsam an und wurde bis heute eigentlich immer schlimmer. Seit ein paar Monaten habe ich ständig dieses Pulsieren und Zucken, es macht mich verrückt. Normalerweise habe ich es in Wellen, also es ist immer präsent, aber es variiert in der Stärke, aber zur Zeit ist es konstant schlecht. Vor allem wenn ich mich konzentrieren will (ich bin am Ende meines Studiums), ist es fast nicht auszuhalten. Ich kann mir gar nicht vorstellen, damit zu arbeiten.

    Mit der Blase habe ich schon sehr lange Probleme. Früher hatte ich oft Blasenentzündungen und seit ein paar Jahren auch diesen ständigen Harndrang. Eine Heilpraktikerin meinte schon vor Jahren, dass mit meiner Blase etwas nicht stimme. Mit den Beinen wackel ich oft im Sitzen und mein Mann sagt, ich zucke nachts mit den Beinen, aber ich weiß nicht, ob das dann schon Restless legs sind. Missbraucht wurde ich nicht in der Kindheit. Aber ich habe Lichen Sclerosus, da habe ich auch schon gedacht, ob das damit zusammenhängen könnte.

    Stress habe ich schon immer wieder mal, das beeinflusst auch immer den Lichen Sclerosus und das Hashimoto negativ.

    Hast Du denn Erfahrungen, was Nebenwirkungen von Cipralex betrifft (wobei ich gerade wirklich alles schlucken würde, damit es besser wird)?

    Viele Grüße,
    JS

    fred_s

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    Re: Meine Geschichte

    Beitrag  fred_s am Fr Aug 03, 2012 9:43 pm

    Hallo!

    Gerade habe ich das Forum entdeckt. Folgender Satz von Anna sprach mich an:

    AnnaM. schrieb:Alles fing mit Citalopram an, das ist ein Antidepressiva, welches ich wegen eines Waschzwanges einnahm.

    Ich hatte auch vor ca. 2 Jahren Citalopram genommen. Irgendwann hatte ich dann plötzlich besondere Probleme bekommen. Ich habe noch nie mit jemandem darüber geredet, weil ich es mich nicht traute. Nicht umsonst heißt das Ganze ja "Tabuthema". Na gut, ich will es jetzt wagen, weil ein paar den Anfang gemacht haben.

    Hier ein paar Informationen über mich: Ich bin 46, männlich. Irgendwann fing es an - ich weiß nicht wie und warum -, dass ich plötzlich nachts einen Samenerguss bekommen hatte. Normalerweise erregen einen die Formen einer Frau. Das funktioniert bei mir seit einiger Zeit nicht mehr. Stattdessen bekomme ich ohne jede Vorwarnung und ohne ersichtlichen Grund plötzlich ein seltsames elektrisierendes Gefühl in meinem kleinen Mann. Es fühlt sich so an, als wäre da etwas drinnen, was unbedingt raus will. Zunächst verdränge ich das immer, aber es kommt immer stärker zurück, und wenn ich dann hinlange, ist es, als ob jetzt endlich eine Erlösung stattfindet. Doch das ist seltsamerweise nicht der Fall. Schon nach kurzer Zeit kommt dieses seltsame Gefühl zurück.

    Das Ganze überfällt mich in Wellen, so ca. alle 5-7 Tage. Manchmal glaube ich, ich hab's geschafft. Da ist alles weg. Aber irgendwann spüre ich wieder beim Pipimachen so etwas Elektrisierendes, und nach und nach beginnen sich die Gedanken wieder wie zwanghaft um das eine Thema zu drehen. Bitte nicht missverstehen: Mir kommen keine nackten Frauen in den Sinn, sondern ich spüre, wie sich in dem kleinen Mann immer mehr eine Art Druck aufbaut. Manchmal geht es selbst nach mehrmaligem Masturbieren nicht weg.

    Meiner Frau habe ich mich nicht getraut, etwas davon zu erzählen. Es ist so, dass ich schon seit einiger Zeit nicht mehr "kann", wenn wir zusammen sind. Doch selbst wenn sich der Druck aufbaut, kann sie das Problem nicht lösen. Es geht definitiv nicht durch Geschlechtsverkehr weg.

    Im Büro saß ich mal in einer Besprechung, da überfiel mich so ein Druck. Ich konnte gar nicht mehr aufpassen, was gesprochen wurde. Mein Kopf war wie vernebelt.

    Hiiiilfe!

    (Ich weiß nicht, ob es es das klassische RGS ist, aber ich hatte einfach das Gefühl, dass ich mal über mein Problem schreiben konnte und nicht auf Unverständnis stoße. Restless Legs hatte ich auch, früher eine Zeitlang stärker, aber nicht ganz stark, seit einiger Zeit kaum mehr.)

    AnnaM.

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    Re: Meine Geschichte

    Beitrag  AnnaM. am Sa Aug 04, 2012 8:09 am

    Hi fred_s! Ich verstehe nicht so ganz... Fing das ganze denn durch Citalopram an?? Oder hattest du das auch schon vorher??

    Ich sag dir eins... Sprich mit deiner Frau drüber... Ich habe es auch meinem Freund erzählt, dir wird ein Stein vom Herzen fallen!!
    LG

    fred_s

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    Re: Meine Geschichte

    Beitrag  fred_s am Sa Aug 04, 2012 9:10 am

    Hallo Anna,

    ich weiß nicht, ob das Citalopram damit zu tun hat, damals habe ich nicht darauf geachtet. Jetzt zog ich plötzlich die Möglichkeit in Betracht, als ich deinen Bericht las.

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    Re: Meine Geschichte

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